Altlastenrisiko

Grundlagen der Altlastenbewertung

Die monetäre Bewertung von schädlichen Bodenverunreinigungen und Altlasten ist bei verschiedenen Vorgängen von Bedeutung. Die wichtigsten sind nachfolgend aufgeführt:

Ø       Grundstücksverkehr

Ø       Unternehmensbewertung

Ø       Unternehmensverkäufe, -fusionen etc. (Due Diligence)

Ø       Kreditvergabe

Ø       Abschlüsse von Versicherungsverträgen

Ø       Bildung von finanziellen Rückstellungen für Sanierungsmaßnahmen

Bei der monetären Bewertung des Altlastenrisikos von Liegenschaften sind alle Risiken, denen ein Grundstückseigentümer (bzw. die Personen, die nach § 4 Abs. 3 BbodSchG in Anspruch genommen werden können) ausgesetzt ist, zu berücksichtigen. Zu unterscheiden sind dabei die folgenden Risikokategorien:

Ø       Inanspruchnahmerisiko:

Das Risiko des Eigentümers oder des Mieters, von der zuständigen Behörde für die Durchführung von Untersuchungs- und/oder Sanierungsmaßnahmen in Anspruch genommen zu werden.

Ø       Investitionsrisiko:

Das Risiko, dass bei vorgesehenen Investitionen in Liegenschaften Mehrkosten als Folge von sanierungsbedürftigen Boden- und Grundwasserverunreinigungen entstehen.

Ø       Nutzbarkeitsrisiko:

Das Risiko, dass ein Grundstück, z. B. durch Erlass von "Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen" gemaß § 2 Abs. 8 BbodSchG nur eingeschränkt - oder zumindest nicht mehr vollständig - genutzt werden kann.

Ø       Risiko eines altlastenbedingten merkantilen Minderwertes:

Das Risiko, dass das Vorhandensein einer sanierungspflichtigen Boden- bzw. Grundwasserverunreinigung zu Kosten und damit zu Wertminderungen der Liegenschaft führt.

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